Als historisch gesichert kann folgendes betrachtet werden:
Er lebte als höherer Beamter in der Verwaltung zur Zeit der diokletianischen Christenverfolgung
in der römischen Stadt Cetium (St.Pölten, Niederösterreich).
Selbst ein Christ wollte er gefangene Christen in Lauriacum (Lorch) besuchen, um ihnen
Mut einzuflößen und Trost zu spenden.
Dabei wurde er selbst gefangengenommen und nach langen Qualen und Verhören zum Tod durch
Ertränken verurteilt.
Darstellungen zeigen ihn in ritterlicher Rüstung mit einem Wassereimer bzw. ein Haus löschend.
Als Schutzpatron der Feuerwehr wird er fürbittend angerufen bei Feuer- und Wassergefahr,
bei Sturm und Unfruchtbarkeit der Felder.
Auch Bierbrauer, Böttcher, Kaminkehrer und Seifensieder betracht(et)en ihn als Patron.
Florian gilt auch als Schutzheiliger der Städte Bologna, Krakau und Sankt Florian.
Als Florian des Kaisers neue Befehle erfuhr und vernamm, daß Statthalter Aquilin Christen suchen ließ,
sagte er zu Kriegsknechten, die er unterwegs traf: "Was gebt ihr Euch so viel Mühe, Christen ausfindig
zu machen; da steht ja ein Christ vor euch; geht und überbringt es eurem Statthalter."
Als er vor dem Richterstuhl aufgefordert wurde, den Göttern zu opfern (wie es auch seine Waffenbrüder taten),
um ungestraft zu bleiben, entgegnete er, daß er dies nie und nimmer tun werde.
Als über seine Beterei gespottet wurde entgegnete er: "Du hast Gewalt über meinen Körper,
aber über meine Seele vermagst du nichts; denn über sie hat Gott allein Macht. Ich gehorche meinem
Kaiser, wie es einem guten Soldaten geziemt, niemand wird mich aber bewegen, daß ich den
Götzen opfere."
Als in weiterer Folge der Statthalter alle seine ausgesuchten Martern an dem freudigen Mut des Florian scheitern sah,
befahl er, ihn mit einem Stein um den Hals in die Enns zu stürzen.
Die soll sich am 04.Mai des Jahres 297 ereignet haben.
Des Flusses Wogen hoben ihn trotz der schweren Steine empor und trugen ihn zu einem erhöhten Uferplatz.
Ein mächtiger Adler verteidigte dort den Leichnam vor Verunehrung.
Nachts nach seinem Tod erschien er einer frommen Matrone und zeigte ihr den Ort, an dem er
begraben sein wollte.
Diese lud ihn dann auf einen Ochsenwagen, jedoch konnten die Ochsen nach
einer Strecke Weges vor Durst nicht weiter.
Als sie in dieser Not Gott um Hilfe anflehte entsprang eine Quelle frischen Wassers dem Boden und
tränkte die Tiere.
Seitdem hat Gott seinen Diener durch zahllose Wunder verherrlicht, die auf seine Fürbitte geschahen.