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Indianisches Schwitzhüttenritual

Zum äußeren Ablauf des Rituals:

Über ein rundes Holzgestell werden Decken und Planen gehängt bis im Inneren völlige Finsternis herrscht. Es gibt einen Eingang, der geschlossen werden kann.
In der Mitte des "Zelts" ist eine Grube ausgehoben, welche später die glühenden Steine aufnimmt.

Zwei Personen (Schamanen) führen das Ritual durch:
Einer kümmert sich draußen um das Feuer und die Steine, welche darin zum Glühen gebracht werden.
Der andere betreut die Teilnehmer und leitet im Zeltinneren die Runden.
Begleitet ist jede Handlung der Schamanen von Gebeten und Anrufungen der Energien, Ahnen und Geister (im weiteren Text erwähne ich diesen Punkt nicht mehr).

Nach "Reinigung" jeden Teilnehmers am Eingang hocken sich diese normalerweise nackt in eine Runde um die Grube im Zelt.
Im ersten "Gang" wird diese Grube mit glühenden Steinen gefüllt, der Eingang geschlossen, und im weiteren Verlauf eine Friedenspfeife und/oder Räucherschale weitergegeben, wobei die Teilnehmer ihrerseits Gebete, Wünsche, etc. laut (oder auch still) aussprechen.
Es folgen drei weitere gleichartige "Gänge" von etwa 20 od. mehr Minuten, wobei der letzte zum Ausklingen "leichter" ist.

Es gibt keinen "Zwang", während der ganzen Dauer anwesend sein zu müssen, wenn es jemand trotz Hilfestellung "zuviel" wird, kann er jederzeit austreten.
Die Hitze ist im hinteren Zeltabschnitt am größten, in Eingangsnähe erträglicher. Die meisten Teilnehmer kommen irgendwann soweit, daß der Kopf am Boden ist (zumindest zeitweise).
Aus diesem Grund ist dieses Ritual für Personen, die auch eine Sauna aus medizinischen Gründen (z.B. Herzprobleme) nicht besuchen dürfen, nicht geeignet.
Grundsätzlich können auch Frauen während ihrer Menstruationsphase daran teilnehmen, jedoch muß der Schamane unbedingt davon wissen, damit er die geänderte Energie berücksichtigt (ansonsten kann sie für andere Teilnehmer zu hoch werden).

Zum eigentlichen Zweck:

Es findet eine äußerst tiefgreifende Verbindung mit Mutter Erde statt, wie ich sie selbst sonst nirgends erlebt habe.
Mithilfe der Ahnen und anderen eingeladenen Energien findet eine starke Reinigung vor allem der feinstofflichen Körper statt, wovon man lange Zeit profitieren kann.
Zudem gelangen viele in einen physischen Grenzbereich, dessen Überwindung psychologisch zum Vorteil gereicht.


Wie fast überall muß der Teilnehmer bereit sein, sich darauf einzulassen. Extreme Ängste können zu physischen Komplikationen führen.
Es ist auch sehr wichtig, daß das Ritual von erfahrenen Personen und nicht von "Sonntagsschamanen" durchgeführt wird, einerseits um eine höchst reinigende Wirkung zu erzielen, zum anderen um körperliche Sensationen aufgrund einer Unfähigkeit, Energien richtig zu lenken, zu vermeiden.

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