Ich kann hier nur einige persönliche Erfahrungen wiedergeben, als ich über Neujahr
bei einer Bekannten zu Besuch war; Literatur las ich bisher noch nicht.
Vom Wesen her setzt die Therapie bei den Lebensgemeinschaften an, egal ob blutsverwandt
oder nicht.
Vor allem als Kleinkind übernimmt man oft familiäre Muster, (aus Liebe) karmische
Verpflichtungen der Eltern, das Überleben erleichternde Verhaltensweisen, etc.,
und auch später fährt man mit Projektionen zwischen Partnern, Kindern, etc. fort.
Indem andere Personen die Rolle von Familienmitgliedern darstellen und einfühlend die
dabei empfundenen Gemütsbewegungen darlegen werden die oft noch unbewußten bzw.
verdrängten Konfliktprogramme aufgezeigt und endlich auch ausgesprochen.
Da dies über die uns verbindenden "Energie- bzw. Bewußtseindsfelder" läuft, ist eine
gewisse Sensibilität des Darstellers vorteilhaft. Dieser zeigt auch selbst größere
Unruhe, je mehr er selbst von einem gleichartigen Konfliktstoff betroffen ist.
Das Aufzeigen der Programmierungen sollte aber nicht das Endziel sein, (dies würde von
anderen Psychotherapien genausogut bewerkstelligt werden,) es sollte vielmehr den
Ausgangspunkt bilden, den Konflikt endlich zu lösen.
Dies geschieht durch Hinführung zu Akzeptanz, Verzeihung, Auflösung übernommener Verhärtungen
od. unberechtigter Schuldgefühle, Selbstwert, etc.
Dadurch kann sogar die Weitergabe karmischer Verstrickungen an immer weiterfolgende Generationen
endlich aufgehoben werden, oder eine Versöhnung mit bereits Verstorbenen stattfinden.
Natürlich ist diese Therapie sehr von der Kunstfertigkeit des Therapeuten abhängig.
Das strikte Vorgehen nach dem Lehrbuch mag vielleicht bei Körpertherapien akzeptabel sein,
hier ist es meist fehl am Platz. Gefordert ist ein gutes Einfühlungsvermögen und Intuition
des Therapeuten, damit der Klient den besten Nutzen daraus ziehen kann und vielleicht über
verschlungene Pfade auflöst, was auf geradem Weg nicht möglich wäre.
Erforderlich ist aber auch, daß der Klient für Veränderungen im eigenen Leben bereit und
bemüht ist, ansonsten er wieder in die alten Muster zurückfällt.