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Psychosophie

Im Grunde genommen ist es ein ähnliches Prinzip, wenn man abends einschläft mit dem Wunsch, über einen Traum, den man deuten kann, eine Antwort bzw. Lösung bezüglich eines Problems zu erhalten.

Bei der psychosophischen Krisenbewältigung, egal ob gesundheitlich, beruflich oder persönlich, geht man über das Medium eines selbstgeschriebenen Märchens oder Gleichnisses um eine Antwort aus dem Unterbewußten zu erhalten.
Grundsätzlich hat jeder Mensch kreative Fähigkeiten (auch wenn er es selbst nicht glaubt);
um in diesen Prozeß hineinzugelangen sind einige Tage der Vorübungen nötig, in denen es darum geht, Begriffe und Gefühle assoziativ in Aussagen und Sätze zu kleiden, ohne durch Analysen oder Interpretationen den kreativen Vorgang zu stören (beim Schreiben die Zeit völlig zu vergessen ist ein markantes Erkennungszeichen).

Nach dem Trainingsprogramm kann man darangehen, eine Frage, die unbedingt positiv formuliert sein sollte, an sein Unterbewußtsein zu stellen.
Anschließend wählt man vier Begriffe, welche einen ansprechen, und die im Märchen vorkommen müssen;
der beste Einstieg in den kreativen Vorgang ist, mit "es war einmal" zu beginnen,
und während des Schreibens ist ein Nachlesen des bereits zu Papier gebrachten tunlichst zu vermeiden.
Man sollte das Märchen unbedingt zu einem positiven Ende führen, was einer Konfliktbewältigung gleichkommt.
Und erst wenn alles aufgeschrieben ist kann man mit der analytischen Arbeit beginnen, wobei die Aussagen nicht unbedingt 1:1 umgesetzt werden sollten (so kann beispielsweise eine Kindsgeburt für einen Neubeginn stehen).

Und selbst wenn man psychosophisches Märchenschreiben nicht unbedingt zu einer Krisenbewältigung einsetzen möchte, so gibt diese Methode mit seiner Gleichnissprache doch auch überaus viel Aufschluß über sein eigenes Innenleben, sozusagen als Spiegelbild der Seele;
man erfährt weit mehr als in jeder verstandesmäßigen Diskussion.

Für diejenigen, die selbst experimentieren wollen, habe ich die Begriffliste aus Sonja von Eisenstein's Buch angeschlossen.


Und die, welche eines meiner Märchen, das stilistisch kaum aufgebessert wurde, lesen möchten, verweise ich auf diese Seite (und nur diese).




Begriffsliste:

König Königin Prinz Prinzessin
Ritter Ritterfräulein Fee Elfe
Kobold Zwerg Heinzelmännchen Wunderblume
Schloß Burg Geist Gespenst
Einhorn Götterbote Zaubertrunk Zauberer
Zauberstab Magier Engel Teufel
Drache Giftzwerg Zaubersee Nixe
Wassermann Sphinx Tarnkappe Jungbrunnen
Lebensbaum Zauberbuch Muse Musentempel
Musenritter Raubritter Räuber Gespensterschiff
Fischer Schatz Zigeunerjunge Kind
Sternenkind Schlangenbeschwörer Sultan Pirat
Tod Hexe Flaschengeist Zauberlampe
Meeresgott Zauberring Stein der Weisen Irrlicht
Amulett Zauberspiegel Zauberkugel Himmelspforte
Paradies Silberschwan Hölle Himmel
Fegefeuer Liebestrunk Gral Haremsdame
Bauchtänzerin Mondmännlein Marsmensch Vampir
Liebesgott Liebesgöttin fliegender Hund Pegasus
Zauberbuch fliegender Teppich Zauberspruch fliegender Koffer
Amen Indianer Palast Pyramide
Zauberwald Feuerteufel Wassergeist Tempel
Luftgeist Himmelsvogel Blumengarten Blumenelfe
Göttertrunk Seeungeheuer Riese Paradiesvogel
Friedenstaube Nebelfrau Christkind Osterhase
Nikolaus Krampus Clown Tänzer
Narr Weiser Hofnarr Gaukler
Musikant Himmelsharfe Zaubergeige Sphärenklänge
Zauberflöte Hexenbesen Bettler Bettlerin
Töchter Söhne Kaufmann Kaiser
Kaiserin Herz Sonnengott Krone
Szepter Lichtgestalt Märchenwelt Märchenerzähler
Däumling Rose Sonne Schwanenritter
Burggeist Burgfräulein Nachtigall Stern


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