Home [Alt] + [h]

Non-verbale Therapien

Unter non-verbaler Terapie verstehe ich nicht, daß kein einziges Wort gesprochen wird, sondern daß sich ein Erkenntnisprozeß auf eine Weise vollzieht, die nicht durch verbalen Austausch geschieht.
Naturlich kann anschließend mehr oder weniger ausführlich darüber geredet und diskutiert werden.

Sie eignen sich bestens für verhaltensgestörte und behinderte Kinder bzw. Personen, bei Ängsten im rhetorischen Ausdruck, bei fehlendem Vertrauen gegenüber Anderen und Zugeschlossenheit aus Angst vor Verletzung, die mit Worten leicht geschieht, oder generell bei Kontaktproblemen.
Andersherum ist sie auch die geeignetste Form für verstandesbetonte Menschen, die in ihrer Rhetorik so hervorragend sind, daß sie einem Therapeuten sozusagen das Wort im Mund umdrehen können und somit nicht zum Kern der Sache vordringen, wenn es ihnen nicht gelingt, ihre Intelligenz zur Aufdeckung und nicht zur weiteren Verschleierung verdrängter Konflikte einzusetzen.

Bei diesen Therapien wird der Emotionalkörper mit seiner ganzen Bandbreite der Gefühle stark angesprochen, wodurch eine bessere Heilungsmöglichkeit bei Verletzungen in diesem Bereich gegeben ist.
So kann man auch Haustiere wie Hunde oder Pferde (solange sie nicht selbst durch ein Trauma verhaltensgestört sind und ihre Natur unverfälscht zum Ausdruck bringen) zu den besten Therapeuten zählen; in einem "kalten", gefühllosen Umfeld sind sie für Kinder oder alte Leute manchmal sogar überlebenswichtig.

Es folgt nun ein kurzer Abriß einiger non-verbaler Formen, die auf meinen Seiten nicht in einem eigenen Kapitel Erwähnung finden:




Maltherapie

Die Seele denkt in Bildern.
Um ihr den Ausdruck zu erleichtern bzw. einen Zugang zu ihr zu gewinnen ist die direkte Umsetzung (ohne etwas in Worte umzuformen) die einfachste Form.
Durch den Vorgang des Malprozesses an sich oder die Betrachtung des Bildes danach sind sehr tiefgreifende Erkenntnisprozesse möglich.
Zum anderen liefern sie für einen geschulten Therapeuten unverfälschte Anhaltspunkte, in welchen Bereichen ein Mangelbewußtsein herrscht, und er kann den Klienten somit besser zu einer Erlangung der betreffenden Fähigkeiten führen.

Ein Beispiel, das zwar nicht aus einer Maltherapie stammt, aber über Erkänntnisvorgänge Aufschluß gibt, ist der folgende Zyklus, daß man sich eine seiner Ängste ansieht und bildlich darstellt, und dann über einen Heilungsvorgang einer Lösung zuführt:

Angst Heilung Lösung




Tanztherapie

Diese spricht besonders die Beziehungsfähigkeit zu anderen Menschen an.
Durch geregelte Abläufe kann eine Verbindung mit anderen stattfinden, ohne eine Verletzung fürchten zu müssen, oder vor einer Kontaktufnahme "gelähmt" zu sein.




Maskenspiel

Zwar gibt es im Jahr einige Tage, an denen jemand in seine Wunschrolle schlüpfen kann, jedoch für sensible und schüchterne Personen ist das Drumherum dieses närrischen Treibens ungeeignet.
Außerdem spielt sich dieser ganze Zirkus nur sehr oberflächlich ab und geht keineswegs in die Tiefe, in ein Einfühlen der dargestellten Form.

Am Beginn steht eine intensive Beschäftigung mit der Herstellung der Maske (beispielsweise Pappmache über einem Tonmodell geformt und bemalt);
anschließend wird eine Verkleidung gewählt und das Spiel mit der Maske kann beginnen:
wortlos oder mit unverständlichen Lauten,
eventuell ein Musikinstrument spielend,
im kleinen Kreis oder in aller Öffentlichkeit,
mit kleinen oder großen Gesten, je nach dem Charakter des Dargestellten.
Auch kann man Reaktionen Unbeteiligter beobachten (es weiß ja niemand, wer sich hinter der Maske verbirgt).

Maske

Eine andere Möglichkeit, die Richtung Theater oder Zirkus geht, ohne Texte lernen und rezitieren zu müssen, ist der Ausdruck in der Pantomime.
Ein pantomimisches Spiel zwischen Kindern und Verwandten bzw. Bekannten fördert auch ihr kreatives Vermögen.




Delphine

Es gibt auch Einrichtungen, welche Kinder, die durch Trauma, Schock oder andere Umstände gestört sind, mit Hilfe von Delphinen wieder in eine "normale" Verhaltensweise zurückführen.

Delphin


Home [Alt] + [h]