Nach der Überprüfung der Studie, die vergangenes Jahr von
Wissenschaftlern des finnischen Zentrums für Radioaktivität vorgestellt
wurde, ist zu entnehmen, dass die von Mobiltelefonen ausgehende
Strahlung Schäden am Blutgefäßsystem im Gehirn hervorrufen kann.
Insbesondere wurde festgestellt, dass die Blut-Hirn-Schranke geschädigt
werden kann, wenn die Hirnzellen der Strahlung von Mobiltelefonen
ausgesetzt werden. Diese Schranke schützt das Gehirn vor dem Eindringen
von im Blut enthaltenen Schadstoffen.
Nun hat die zuständige EU Kommision nach einer Überprüfung durch die
STUK (Frau Salomaa, Forschungsdirektorin) und den Koordinator des
Reflex-Projekts, Professor Adlkofer der VERUM-Stiftung, eine
schriftliche Anfrage dazu beantwortet, in der klar formuliert wird, dass
1) die Zellen auf die Strahlung von Mobiltelefonen reagieren und
eine Veränderung zeigen, und
2) diese Wirkung nicht thermischer Art ist (die Temperatur der
Zellkultur hatte sich nicht verändert, die Wirkung tritt bereits bei
einem Strahlungsniveau (SAR) 2 auf). Die Zellen reagieren jedoch auf
eine Vielzahl umweltbezogener und endogener Reize, einschließlich Wärme,
pH-Wert und Hormonen.
Als diese Zellen in vitro der Strahlung von Mobiltelefonen ausgesetzt
wurden, waren bei mehreren Proteinen Veränderungen in Bezug auf
Phosphorylierung und Erscheinungsbild zu beobachten.
Die Blut-Hirn-Schranke fungiert als Filter zwischen dem Blutkreislauf
und dem Gehirn und schützt das Gehirn vor einer Reihe von Stoffen wie
Toxinen und einigen Proteinen.
Somit kann kein Betreiber mehr ernsthaft behaupten, wie sie es noch
immer auf ihren Informationsveranstaltungen verkünden, dass es keine
bekannten Folgen auf den Menschen unterhalb der geltenden Grenzwerte
gibt.
In der Urologischen Abteilung am LKH Oberwart, A- 7400 Oberwart wurde
eine Studie zu GSM-Telefonen durchgeführt.
Veröffentlicht: Journal für
Urologie und Urogynäkologie 3/2002 M. Davoudi, C. Brössner, W. Kuber
Einleitung: Ziel der Studie ist es, den Einfluss von GSM-Mobiltelefonen
und der von ihnen verursachten elektromagnetischen Wellen (EMW) auf die
Spermienmotilität (Spermienbeweglichkeit) zu untersuchen.
Methoden: 13 Männer (29-39 Jahre) mit einem normalen Spermiogramm (nach
WHO Kriterien) wurden in die Studie eingebracht. Ein erstes Spermiogramm
wurde analysiert. Vor diesem durften die Männer 5 Tage lang kein Handy
tragen und/oder benützen. Nach 4 Wochen wurde ein zweites Spermiogramm
analysiert. Vor diesem wurden die Männer angewiesen 5 Tage lang für 6
Stunden je Tag ein GSM-Handy am Hosengürtel zu tragen und möglichst viel
zu telefonieren. Anschließend wurden die Spermiogramme statistisch
ausgewertet.
Ergebnisse: Bei den Männern fand sich im zweiten Spermiogramm (nach den
5 Tagen mit Handy am Gürtel und telefonieren) eine signifikante
Reduktion der schnellbeweglichen Spermatozoen. Gleichzeitig stiegen die
langsam beweglichen Spermatozoen an.
Schlussfolgerung: GSM-Mobiltelefone haben bei intensiven Gebrauch
Einfluss auf die Spermienmotilität. Bei der Beratung subfertiler Männer
(Männer mit verringerter Fortpflanzungsfähigkeit) im Rahmen der
Kinderwunschambulanz sollte dies berücksichtigt werden.
Kommentar durch die Bürgerwelle: Durch diese Studie wurde gezeigt, dass
die Samenqualität von Männern sich innerhalb von nur 5 Tagen durch
Benutzung bzw. Stand-by eines Handys schon deutlich verschlechtert. Die
Samenqualität der Männer hat sich in den letzten Jahren stark
verschlechtert. Ein Grund hierfür ist eben auch die Handystrahlung. In
Deutschland gibt es über 2 Millionen Paare die ungewollt kinderlos sind.
Diese Untersuchung müsste sofortige Reaktionen von Krankenkassen und der
Politik hervorrufen. Handys müssten sofort in allen Bussen und Bahnen,
Schulen und öffentlichen Plätzen verboten werden. (Auch im Stand-by Betrieb)
Eine Studie von Dr. Maier, Universität Mainz kam zum Ergebnis: Bei Bestrahlung von nur 50 Minuten und 100 nW/cm² (1 mW/m²) kam es zu einem kognitiven Leistungsabfall (Verminderung der Gedächtnisleistung) durch die Einwirkung gepulster elektromagnetischer Felder.
Radio Vatican ist ein großer Rundfunksender bei Rom, in dessen Nähe
Feldstärken zwischen 1,5 und 25 Volt pro Meter gemessen wurden. Diese
Feldstärken liegen deutlich unter den Grenzwerten der ICNIRP, wie sie in
vielen Ländern, so auch in Deutschland, gültig sind.
In der epidemiologischen Studie wurde in einer 10-Kilometer-Zone um den
Sender, in der 1999 60182 Menschen lebten, die Sterblichkeit bei
Erwachsenen-Leukämie (über 14 Jahre, 40 Fälle) in der Zeit zwischen 1987
und 1998 sowie die Anzahl der Kinderleukämie Fälle zwischen 1987 und
1999 (8 Fälle) ermittelt und bewertet.
Man verglich dabei die Anzahl der erwarteten mit der Anzahl der
tatsächlichen Fälle in 5 Zonen mit zunehmendem Abstand vom Sender (jede
Zone war dabei 2 Kilometer breit). Das Kinderleukämie-Risiko war dabei
im 6-Kilometer-Bereich deutlich erhöht, um 217%, Intervall 0,99-4,05).
Gefunden wurde auch eine signifikante Abnahme des Risikos mit
zunehmendem Abstand vom Sender, sowohl für die Sterblichkeit bei
Erwachsenen-Leukämie (p-Wert: 0,03) als auch für die Erkrankung an
Kinderleukämie (p-Wert 0,04).
Größter Mangel der Studie ist/war die Bewertung des Risikos anhand der
Entfernung. Hier hätten genaue Messungen durchgeführt werden müssen. Im
Mai 2001 wurden aufgrund des großen Drucks der Öffentlichkeit und der
Wissenschaft mehrere Antennen entfernt und verlagert, so dass die
Feldstärken vor Ort deutlich reduziert wurden.
Eine Bürgerinitiative in Korbach hatte zu einem Test aufgerufen, um zu sehen, wie sich
das Blut der Korbacher verändert, wenn die Mobilfunkstation im
Kiliansturm in Betrieb genommen wird. Dazu sollten die Blutuntersuchungs-Werte vom 30. Juli bzw. 22. August 2001
mit denen verglichen werden, die ein halbes Jahr später herauskommen würden.
Wichtig für die Untersuchung war auch die Angabe jedes Probanden, ob in
seinem Haushalt oder in der Nachbarwohnung ein schnurloses Telefon stehe,
und, wenn ja, ob es ein DECT-Telefon sei. Auffällige Werte habe es bei
der ersten Auswertung bei Probanden gegeben, die doppelt belastet sind:
Durch Schnurlos-Telefon und Sendeanlage.
Das Ergebnis der Blutuntersuchung zeigte, dass das Blut von
Menschen, die in Stadtgebieten mit vielen Sendemasten wohnten, andere
Werte habe als das von Menschen aus weniger strahlenbelasteten Gebieten,
erklärt Jutta Weigel von der Initiative. So tauchten in den Blutbildern
der bestrahlten Menschen, beispielsweise aus der Strother Straße,
vermehrt unreife rote Blutkörperchen auf. Die können vom Knochenmark
früher ins Blut abgegeben werden, wenn sie gepulster Strahlung
ausgesetzt sind. Die unreifen Blutkörper nehmen nicht soviel Sauerstoff
auf, wie reife. So bekommt der Körper auf Dauer zu wenig Sauerstoff. Bei
weniger belastetem Blut gebe es hingegen nicht so viele unreife rote
Blutkörper.
Mobilfunkstrahlung verstärkte die allergischen Hautquaddel-Reaktionen,
die durch Hausstaubmilben und durch Pollen der japanischen Zeder
ausgelöst wurden. Bei Patienten mit Atopischem Ekzem/Dermatitis-Syndrom
(AEDS), bei denen die allergischen Hautquaddeln durch Histamin ausgelöst
wurden, zeigte sie dagegen keinen Effekt.
Die Mobilfunkstrahlung erhöhte bei AEDS-Patienten auch die Plasmawerte
der Substanz P und des Eiweißes VIP (vasoactive intestinal peptide).
Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Mobilfunkstrahlung die
allergischen Hautquaddel-Reaktionen in Verbindung mit der Ausschüttung
von SP und VIP verstärken kann. Diese Erkenntnisse könnten hilfreich
dabei sein, den Krankheitsverlauf von AEDS aufzuklären, und die Behandlung
zu ermöglichen.
Quelle: Int Arch Allergy Immunol 2002 Dec;129(4):348-50
Der Umweltschutzverband Agaden (www.agaden.org)
teilte am 4. Februar 2003 in einem Kommunique mit, dass die Organisation mit
Sorge beobachte, wie bestimmte Vogelarten, wie Spatzen und Stare,
Abstand zu Mobilfunkantennen halten. Die Umweltschützer teilten
gleichzeitig mit, dass die Präsenz von Staren am Platz Plaza Alta, im
Park Maria Cristina und Umgebung, die in den vergangenen Wintern überaus
zahlreich war, stark zurückgegangen sei und führten diese Beobachtung
darauf zurück, dass sich in der Umgebung dieser Plätze Mobilfunkantennen
stark "ausgebreitet" hätten.
Agaden verwies darauf, dass man die in Großbritannien derzeit laufenden
Studien aufmerksam beobachte. Dort verschwinden die Spatzen aus London,
weshalb der Sperling/Spatz dort mittlerweile als vom Aussterben bedroht
betrachtet würde.
Gleichzeitig sei nach Meinung der Umweltschützer besorgniserregend, dass
Raubvögel diese Antennen auf dem Land nicht als erhöhte Aussichtspunkte
für ihre Jagdflüge benutzten, wie dies beispielsweise bei Kabel-
Telefonmasten und Hochspannungsleitungen der Fall sei. "Auch wenn uns
die Mobilfunkbetreiber sagen, dass der Mobilfunk keine Gefahr für die
Gesundheit darstelle, scheint es so, als ob uns die Vögel eine andere
Geschichte erzählten", warnen sie.
In 5 von 8 chronischen Tierversuchen wurden mehr bösartige Geschwülste,
beschleunigtes Krebswachstum oder beides gefunden
Die Microwavenews, ein renommiertes amerikanisches Fachmagazin, das sich
mit der Problematik nichtionisierender Strahlung/elektromagnetische
Felder/Mobilfunk und Gesundheit auseinandersetzt, berichtet in seiner
Ausgabe vom Januar/Februar 2003 über ein internes Memo, das dem Magazin
zugespielt worden sei.
Danach hätte die amerikanische FDA (Food and Drug Administration,
amerikanische Bundesbehörde zur Überwachung von Nahrungs- und
Arzneimitteln) bereits 1993 gewusst, dass Mikrowellen mit hoher
Wahrscheinlichkeit krebsfördernd wirken.
Im Frühling 1993, als die Bedenken der Bevölkerung zu möglichen
Gehirntumorerkrankungen durch Mobiltelefone einen Höhepunkt erreichten,
folgerten die Biologen der FDA, dass die verfügbaren Daten "stark darauf
hindeuteten", dass Mikrowellen "Krebswachstum beschleunigen". Diese
Aussage findet sich in einem internen Memo der Bundesbehörde, das den
Microwavenews vorliegt.
"Von etwa 8 Langzeitexperimenten bei Tieren, die uns bekannt sind, haben
5 erhöhte Zahlen von Krebserkrankungen, beschleunigtes Krebswachstum,
oder beides, gefunden", schrieben die Doktoren Mays Swicord und Larry
Cress von der FDA. Sie wiesen außerdem auf weitere Belege aus
Laborstudien (in vitro) hin, die ebenfalls auf ein Krebsrisiko
hindeuten.
Die FDA hätte in ihren öffentlichen Statements diese
Untersuchungsergebnisse jedoch heruntergespielt.
Das Magazin berichtet in seiner Ausgabe außerdem ausführlich über die
Salford-Studie. Der Gen-Forscher Dr. Henry Lai von der Universität
Washington, Seattle, kommentierte die Ergebnisse der Studie so:
"Sie haben genügend Tiere benutzt, so dass es schwierig wäre, ihre
Ergebnisse als Zufall zu interpretierten." "DNA-Brüche können zum
Zelltod führen und das würde genauso aussehen, wie das, was Salford
berichtet."
Weitere Studien z.B. aus Schweden und Frankreich hätten ähnliche
Ergebnisse gezeigt, berichten die Microwavenews.
Mehr Details:
www.microwavenews.com
Quelle aller Artikel:
Bürgerinitiative Omega gegen die Gefährdung durch den gepulsten Mobilfunk