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Neuronale Lasergenerierung
von Jewgenia und Jelena Kudrjazewa

Welche Vollkommenheit der menschliche Verstand bis heute auch erreicht haben mag - sich selbst kennt er immer noch nicht. Was ist der Ursprung dieser wunderbaren Harmonie, durch die der menschliche Organismus lebt? Wodurch wird bewirkt, daß jede Zelle, jedes Molekül, jedes Atom genau so funktioniert und nicht anders? Jede Abweichung ist schon eine Fehlfunktion - eine ausgeklügelte Form der Organisation also? Ja. Doch wo sind die Quellen des Verstandes, die das Leben dirigieren? Gehirn, Neuronen, Nervenimpulse - das ist allgemein bekannt. Aber Harmonie bedeutet doch ein Zusammenklingen, ein abgestimmtes Zusammenspiel der einzelnen Teile eines Ganzen. Wodurch entsteht dieses Zusammenspiel, das den Begriff 'Verstand' hervorbringt, und worin besteht das Geheimnis, das dieses Zusammenspiel in Gang setzt?
Hervorragende Wissenschaftler wie B.Katz, T.Bullok, Bernstein u.a. haben einen sehr großen Beitrag geleistet zur Erforschung der Entstehung des Nervenimpulses. Man stellte fest, daß ein schwacher elektrischer Impuls als angenommener Informationsträger im Informationskanal, d.h. in der Nervenfaser, schon nach wenigen Millimetern verloren geht. Man fand zu der Theorie, die von einer Integration des Impulses über den zurückgelegten Weg ausging, d.h. man nahm an, daß das Potential, wenn es ein bestimmtes Stück Weg in der Nervenfaser zurückgelegt hat, aufgrund der unterschiedlichen Durchlässigkeit von Membranen im Informationskanal einen Relais-Mechanismus im angrenzenden Teil erzeugt. Grob gesagt, die Potentiale übertragen angeblich durch eine Kette die Information zu den Rezeptoren des Organismus oder von den Rezeptoren zum Gehirn. Das ist die sog. 'Membrantheorie'.
Es ist jedoch wenig wahrscheinlich, daß bei der Sensibilität einiger Rezeptorsysteme (z.B. Reaktionen auf Temperaturschwankungen von bis zu 0,001° oder mögliche Impulsfrequenzerhöhungen von bis zu 1030 Hz bei bestimmten Temperaturveränderungen) der im Verlauf des Weges integrierte Wert des Informationssignals bei nicht auszuschließenden Veränderungen des den Weg umgebenden Umfeldes seine Informationsgenauigkeit beibehält.
Szent-Györgyi, Jablonski und ihre Gesinnungsgenossen gingen von der Quantenphysik aus in die Biologie heran und nahmen an, daß die Grundlage des bioenergetischen Prozesses in einem Übergang bestimmter Moleküle in einen metastabilen Zustand mit nachfolgendem Aussenden eines Lichtquants besteht. Dies geschieht durch Chemilumineszenz unter regulierendem Einfluß von Wasser, der 'Matritze des Lebens'. Man kann sich leicht vorstellen, daß bei einem hochsensiblen Prozess wie der Chemilumineszenz bei unbeständigen Parametern die Möglichkeit eines Ausfalls eines Signals die Zuverlässigkeit des ganzen Systems so in Frage stellen würde, daß dadurch ein vernünftiges Funktionieren des Organismus ausgeschlossen würde. Also wieder eine Sackgasse?
Im Jahre 1980 wurde von den Autoren des vorliegenden Artikels eine ganz neue Theorie erarbeitet, die begründet wurde in der Arbeit 'Grundlagen des energetischen Prozesses des Denkens - Hypothese einer neuronalen Lasergenerierung'.
Die Thesen der neuen Theorie lauten wie folgt: Die Neuronen des Gehirns stellen energetische Zentren der biologischen Erzeugung von gebündelten Laserphotonen durch erzwungene Strahlung (induzierte Emission) in einem aktiven Medium dar: kohlensaures Stickstoffgas mit Auslösung der Reaktion durch einen Impuls eines 'biologischen Quants', erzeugt durch Spaltung eines Adenosintriphosphatsäure-Moleküls (ATP) in einem übererregten aktiven Medium. Die Kanäle des Kerngewebes der Nervenzelle haben dabei einen Umfang im Mikrometerbereich. Das Neutron erzeugt einen Laser! Darin besteht das verschlüsselte doch allmächtige System, mit dessen Hilfe der Denkprozess ausgeführt und das hochkomplizierte Orchester der Lebensfunktionen der Zellen des Organismus dirigiert wird.
Kurze Veröffentlichungen zu dieser Theorie gab es in der Zeitung 'Trud' in Kamensk, Rostower Gebiet am 15.11.80 unter der Überschrift 'Kreativität ist so natürlich wie Atmen' und in dem Beitrag 'Der Laser in uns' in der Zeitschrift 'Isobretadel i radioanalisator' Nr.5, 1985.
Doch kehren wir zum Neuron zurück. Betrachten wir die neue Theorie von allen Seiten. Das Neuron ist eine faszinierende Zelle. Sie lebt ihr eines Leben und stirbt, sie verjüngt sich nicht durch Teilung wie andere Zellen. Alle biochemischen, bioelektrischen und anderen Eigenschaften des Neurons sind längst erforscht, doch offensichtlich birgt es immer noch Geheimnisse in sich. Es stellte sich heraus, daß es wie eine mikroskopische Sonne Lichtenergie aussendet.
Das Photon entsteht dadurch, daß ein Molekül des kohlensauren Gases in einem übererregten aktiven Medium in einen metastabilen Zustand versetzt wird und zusätzliche Schwingungsenergie vom Stickstoffmolekül im Moment der 'Entladung' des 'biologischen Quants' erhält. Die Energie des Photons ist verschwindend gering, ganze 10-19 Joule. Das Photon allein kann überhaupt nichts. Doch es wirkt auf das benachbarte Molekül des kohlensauren Gases, wodurch sich die Anzahl der Photonen verdoppelt. Damit aber der Photonenfluß genügend verstärkt wird, übernehmen Kaliumionen und die Innenwand der Zytomembran, deren Moleküle hyperpolarisierbar sind, in der Zelle eine Wächterfunktion. Sie blockieren für kurze Zeit den Zellausgang, worauf sich der mehrfach von den Resonatoren reflektierte Photonenfluß um ein vielfaches verstärkt. Es entsteht ein Laserbündel aus elektromagnetischen Strahlen. Die Zelle öffnet ihre Blockade, und ein belebender Fluß von Strahlen ergießt sich in die 'Straßen des Lebens' - in die Nervenkanäle, um in den Milliarden der verschiedensten Zellen, die einen Organismus bilden, den Geist des Zusammenwirkens zu wecken. Dieser akt der Lasergenerierung wurde mit Geräten in Form eines 'Aktionspotentials' gemessen, dessen Parameter lange schon bekannt sind, dessen eigentliches Wesen jedoch noch unerforscht ist. die Autoren erlauben sich zu behaupten, daß die bekannte kinetische Kurve des entstehenden Potentials des Nervenimpulses eine Registrierung des Vorgangs der Lasergenerierung darstellt (siehe Abb.1).



Diagramm
Abbildung der lokalen elektrischen Erscheinungen in der Nervenfaser und im Quantengenerator
1 - Formänderung des Impulses beim Ausgang aus dem Quantengenerator
2 - Potential in der Nervenfaser
(Anmerkung zum Bild: vertikal = Potential; horizontal = Zeit; ohne Maßstab)



Der Generierungsvorgang im Neuron entwickelt sich zyklisch, der Zyklus in Phasen.
Phase 1: Zuführung des Komponentengemischs (Stickstoff, Helium, kohlensaures Gas u.a.) bei Atmung der Zelle in die Zone des aktiven Kontakts. Überführung der Moleküle des Gemisches in einen metastabilen Zustand. Das ist die Vorbereitungsphase für den aktiven Prozess, sie ist charakteristisch für das Neuron im Zustand des Ruhepotentials.
Phase 2: Die ATP-Säure setzt durch Spaltung Energie frei, welche einen 'Entspannungszustand' im aktiven Medium entstehen läßt. Das Medium generiert ein Quant.
Phase 3: Die Zahl der Photonen vermehrt sich durch des Überwiegen von Prozessen der induzierten Emission lawinenartig - es entsteht ein biologischer Laser.
Phase 4: Die Phase der Wiederherstellung. die energetischen Charakteristika des Prozesses verschwinden allmählich. Danach geht der Prozess in Phase 1 über, der Zyklus wiederholt sich.

Eine Lasergenerierung mit Hilfe eines aktiven Mediums aus kohlensaurem Stickstoffgas erzeugt elektromagnetische Strahlung mit einer Wellenlänge von 10,6 µm. Diese induzierte Emission hat ein Höchstmaß an Kohärenz - ein völliges Übereinstimmen der Parameter Phase und Amplitude. Die Strahlen werden zu den Rezeptoren in der Reizzone geschickt, erhalten von den durch den Reizerreger veränderten Rezeptorenpotentialen Information, d.h. sie werden moduliert, reflektiert und geben so ihre Information an das Gehirnzentrum weiter. Hier werden auf dieselbe Weise Informationen über Neuronengruppen der Hör- und Sehwahrnehmung u.a. eingeholt. Die Gedächtniszellen werden befragt. Bei der Entscheidungsfindung helfen postsynaptische Neuronenpotentiale, die in der Zelle im Zustand des Ruhepotentials in Phase 1 generiert werden. Die vom Gehirnzentrum getroffene Entscheidung wird vom Strahl des nächsten Generierungszyklus in Aktion gesetzt; dieser wird ebenfalls durch die Rezeptoren moduliert, und das Gehirn korrigiert die Entscheidung. All das wiederholt sich ein um das andere mal das ganze Leben lang. Eben deswegen kann sich das Neuron keine Verjüngung durch Zellteilung erlauben, es kann nicht aus dem Zyklus ausscheren, es kann sich nicht auch nur den kleinsten Ausfall leisten, denn es denkt - es steuert.
Die Menge der beteiligten Neuronen und ihre qualitative Zugehörigkeit (Gebiet der Hör- oder Sehwahrnehmung u.ä.) gewährleistet en entsprechenden Handlungseffekt - die qualitative und quantitative Antwort des Organismus auf den Reizerreger. Der Laserstrahl (Aktionspotential) ist nur der Informationsträger, daher rührt die Inaktivität seines Verhaltens, seine Beteiligung an der den Fachleuten bekannten rätselhaften Alles-oder-nichts-Regel, d.h. die gleichzeitige Reizunempfindlichkeit. In jedem Neuron oder jeder Gruppe von Neuronen erfolgt das Herstellen des Strahls mit einer ganz feinen Phasenverschiebung der Welle durch zeitliche Verschiebung des Anfangs des biologischen Lebenszyklus. Deshalb erkennt jedes Neuron 'seine' Information. Neuronen sind keine Gedächtniszellen. Die Zellen des Gedächtnissen bestehen vermutlich aus dem berühmten 'grauen Stoff' des Gehirns.
Die hervorragenden amerikanischen Neurophysiologen G.Edelman und V.Mountcastle stellten die Theorie von einer Gruppenarbeit der Neuronen auf. Diese hervorragende Theorie gibt ein Modell der Denkstruktur, doch, um es einmal bildlich auszudrücken, sie entzündet den Funken darin nicht. Sie erklärt nicht die energetische Grundlage des Denkprozesses. Die Grundlage des Denkprozesses erklärt die Theorie der neuronalen Lasergenerierung. Sie eröffnet das Geheimnis der Polarisierung und Depolarisierung der Neuronenmembran bei der Anregung des Aktionspotentials sowie den Sinn einer verzögerten Änderung der Leitfähigkeit der Membran in Bezug auf das entsprechende Potential, und ebenso zeigt sie den Grund dafür, daß die Phase des sich aufbauenden Potentials von einer schnellen, 40-fachen Erhöhung der Leitfähigkeit der Membran begleitet wird. Die schon fast zum ewigen Rätsel gewordene Frage, wie im Organismus der Übergang von chemischer in elektrische und mechanische Energie geschieht, wird hiermit gelöst. Erklärt wird hiermit auch die Notwendigkeit des Vorhandenseins von kohlensaurem Gas in der Atemluft für den Ablauf des Denkprozesses.
Im Lichte der neuen Theorie ergibt sich eine vollkommen ungewöhnliche Sehweise für eine Reihe von scheinbar bekannten Gesetzen des biologischen Zustands des Organismus, z.B.:
- Die Theorie erlaubt die Behauptung, daß ein Gedanke praktisch über jede beliebige Entfernung übertragen werden kann, zumal da die großartige Weisheit der Natur für die Wellenlänge von 10,6 µm ein 'Durchsichtsfenster' in der Atmosphäre geschaffen hat. Übrigens hat auch der Ozean sein 'Fenster'.
- Es wird angenommen, daß das Auge die direkte Abbildung des wahrgenommenen Bildes sieht und nicht die umgekehrte, wie früher angenommen wurde, denn das vom Gehirn erzeugte Photonenbündel entnimmt die Information im Bereich unterhalb der Brennweite des räumlichen Gitters des Auges. Der Glaskörper des Auges erfüllt die Funktion eines elektrooptischen Kristalls. In den Rezeptoren erfolgt eine nochmalige Verarbeitung der Information und deren Codierung für die Übertragung ins Gehirnzentrum. Der Austritt des Photonenbündels zum Ablesen der Information im Auge vollzieht sich offensichtlich hauptsächlich durch die 'Stäbchenrezeptoren', daher auch deren Lichtunempfindlichkeit. Für die Verarbeitung der Information und ihre Übertragung zur Nervenzelle sorgen die lichtempfindlichen 'Kolbenrezeptoren'.
- Die Generierungstheorie läßt auch die Behauptung zu, daß das Auge im Verlauf eines Traumes die Traumbilder tatsächlich sieht, denn es läuft dabei ein der Wahrnehmung entgegengesetzter Prozess ab. Mit hochempfindlichen Geräten kann das Traumbild festgehalten werden. Das Träumen selbst ist eine von der Psyche nicht steuerbare Überprüfung der Einsatzbereitschaft des Generierungssystems, eine Entlastung der überlasteten Neuronenketten. Als Ausnahme sind aber auch hellseherische Träume, und ein Arbeiten des Unterbewußtseins während des Traumes denkbar. Das System kann die in der Geschäftigkeit des Tages nicht fixierten Daten verarbeiten und eine Prognose stellen.
- Akzeleration kann als Selbstbestrahlungsfunktion betrachtet werden. Sie ist eine Form der übererregten Einwirkung des eigenen Nervensystems auf hormonale Prozesse. Außerdem wächst der Mensch tatsächlich im Schlaf, denn am Tage wird der überwiegende Teil der Quanten für Bewegungs- und Denkvorgänge gebraucht.
- Für die bekannte Feststellung, daß bei Verringerung des Anteils an kohlensaurem Gas in der Atemluft die Blutversorgung des Gehirns bis hin zum Zustand der Bewußtlosigkeit reduziert wird, gab es bis heute keine genaue Begründung. Die Generierungstheorie lehrt uns, daß diese gegenseitige Abhängigkeit einen tiefen biologischen Sinn hat: bei Verringerung des Kohlensäureanteils der Komponenten des aktiven Mediums für den Generierungsprozess entsteht die Gefahr einer Überhitzung der Gehirnzellen durch ATP-Säure, deren Zerlegungspotential nicht im vorhergesehenen Umfang genutzt wurde. Die freie Energie wird zu Wärme, der Mensch bekommt Fieber, Wahnzustände, sieht chaotische Bilder - manchmal können diese Zustände lebensgefährlich sein. Die Verringerung der Blutversorgung des Gehirns erspart ihm diese Tragödie.
- Unter normalen, nicht extremen Bedingungen sieht der Mensch sein eigenes Licht nicht, denn ein Schutzsystem verbietet dem Organismus, eigene Impulse wahrzunehmen. Jedoch wenn ein Schlag in die Nähe des Augennerves trifft, sieht es Lichtfunken. Nach einer Wiederbelebung sieht das Auge helle Bilder und Lichtblitze. Hervorgerufen wird dies durch eine teilweise Verstopfung der Ausgangswege für die Strahlen und ein Ausschalten des Verbots der Wahrnehmung von ei genen Impulsen . Es ist nicht ausgeschlossen, daß im Moment des nahen Todes das Generierungssystem des Organismus, ausgelöst durch ein globales Alarmsignal, einen übermächtigen Lichtblitz zur Rettung des Organismus produziert. So w urde z.B. bei einigen Pflanzengeweben ein starkes Anwachsen des Potentials im Moment des Absterbens beobachtet.
Die Theorie der neuronalen Lasergenerierung bringt Licht in solche Phänomene wie Hypnose, außersinnliche Wahrnehmung u.ä.
Im Lichte der Theorie eröffnen sich neue Wege auf der Suche nach dem gemeinsamen Ursprung des Menschen, der Natur, des Raumes und der Zeit.



Die Autoren:
Jewgenia Wladimirowna Kudrjawzewa, verdiente Erfinderin der RSFSR
Jelena Walentinowna Kudrawzewa, 346300 Kamensk, Rostower Gebiet
Der Artikel wurde im mai 1988 nach Forschungsarbeiten aus dem jahre 1980 verfaßt.

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