Felicitas Goodman gründete (nach Kulturanthropologie- und Religionsphilisophiestudium und
Lehrtätigkeit) das Cuyamungue-Forschungsinstitut in Neu-Mexico. Um nicht an die
religiösen Dogmen bei der religiösen Trance bzw. Extase gebunden zu sein entdeckte
sie die einfache Induktionstechnik mit einer (Kürbis)rassel.
Ob jemand in die Extase eintreten kann hängt auch vom Persönlichkeitsprofil ab,
wobei Offenheit bzw. Verschlossenheit, Konzentrationsfähigkeit oder entgegenwirkende
Meditationstechniken eine Rolle spielen können.
Eine bedeutende Rolle spielt (nach ihren Untersuchungen) die Körperhaltung; in
neutralen Stellungen ist eine Trance nahezu auszuschließen.
Allen Stellungen ist folgendes gemein:
Vor der Haltung 50 tiefe Atemzüge (zur Sammlung).
Während der Haltung wird 15 min. lang gerasselt. Man achtet dabei auf alles, was man
mit geschlossenen Augen sieht, hört, spürt, ...
Danach: Gespräch
Wahrsagerhaltung:
Man sitzt am Boden, wobei das rechte Knie an der linken Fußsohle liegt (ähnlich wie
bei der Feldenkraismethode). Die linke Hand ist am Boden (links hinter der Hüfte)
aufgestützt; die rechte Hand liegt am linken Unterschenkel, in dem Bereich, wo dieser
dünner wird, Daumen und Finger nach vorne zeigend. Man stützt sich bequem auf die
linke Hand (das Rückgrat ist nicht gerade).
Der singende Schamane:
Man steht aufrecht, die Knie leicht gebeugt, die Füße parallel und eine Fußbreite
auseinander, den Kopf leicht zurückgeneigt, den Mund geöffnet. Die Hände bilden
leichte Fäuste, die kleinen Fingerknöchel berühren sich, die Daumen sind angelegt;
die Hände sind ungefähr vor dem Schlüsselbein in der Körpermitte.
Man summt zum Rasselton "AAAA..." und auch andere Laute.
Bärenstellung (zur Heilung):
Man steht aufrecht, die Knie leicht gebeugt, die Füße parallel und eine Fußbreite
auseinander. Der Kopf ist stark zurückgeneigt bis zum Schmerzpunkt, der Mund geschlossen.
Die Hände bilden leichte Fäuste, die Zeigefingerknochen berühren sich vor dem Nabel,
die Daumen sind angelegt.
Reise in die Unterwelt:
Man liegt bequem am Boden, die Fersen berühren einander fast. Der rechte Arm ist in
Richtung Füße gestreckt; die linke Handwurzel (Handrücken nach unten) liegt auf der
Stirn, die Augen beschattend ohne sie zu drücken.
Gefiederte Schlange:
Man steht aufrecht, die Knie leicht gebeugt, die Füße parallel und eine Fußbreite
auseinander. Der Kopf ist geradeaus. Die Hände sind im Gürtelbereich an der Seite,
die Handrücken am Körper anliegend (Arme und Rumpfseite bilden "Kreise").
Man läßt sich das Gesicht von einem Partner anmalen (meist ein Tier darstellend).
Anschließend stellt man sich im Kreis auf und läßt die Bewegungen kommen.